Der eigene Rückfall (der Angehörigen).....
Die größte Gefahr des "Rückfalls bei Angehörige von Suchtkranken" besteht, wenn sie keine eigene Hilfe suchen, z.B. die Selbsthilfegruppe oder diese nach einiger Zeit nicht mehr regelmäßig besuchen, denn fehlt etwas Entscheidendes:
☆ Spiegelung durch andere, die ähnliche Erfahrungen machen
☆ Entlastung durch gemeinsames Verstehen
☆ Stärkung durch Austausch und Rückhalt
☆ "Realitätsprüfung" durch Perspektiven von außen
Ohne diese Anker rutschen Angehörige leichter in alte Muster zurück – nicht aus Schwäche, sondern oft aus aus Überforderung.
Der Austausch fehlt, wenn die eigenen Gedanken in den Abwärtsstrudel ungebremst Kreise ziehen.
Genau dann tauchen die "vertrauten" Sätze wieder auf, nachdem es anfänglich scheinbar "wieder gut bzw besser lief":
▪︎ „So schlimm ist es ja nicht.“
Ein Satz, der selbst beruhigen soll – und gleichzeitig die eigene Belastung klein macht.
Ohne Gruppe fehlt oft der Spiegel, die eigene Realität ernst zu nehmen.
▪︎ „Ich schaffe das alleine.“
Der Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen und ein Rückzug, oftmals aus Erschöpfung.
▪︎ „Nur noch dieses eine Mal.“
Noch einmal helfen, retten, ausgleichen.
Ohne das regelmäßige Feedback aus der Gruppe werden die alten Muster schneller reaktiviert.
▪︎ „Vielleicht ist es dieses Mal anders.“
Hoffnung kann zur Falle werden, wenn sie die Vergangenheit ausblendet.
Ohne Austausch wird die eigene Hoffnung weniger kritisch hinterfragt, und Hoffnungsmuster gewinnen Übergewicht.
▪︎ „Ohne … kann ich es mir nicht vorstellen.“
Es zeigt Bindung, Angst, Sorge – und manchmal auch Abhängigkeit.
In der Gruppe wird es sichtbar und besprechbar.
Alleine und nur für sich hört man nicht den so wichtigen Satz:
„Du darfst auf dich achten – auch wenn der andere leidet.“
Dieser Satz ist kein Egoismus. Er ist Selbstfürsorge und es ist leichter umsetzbar, wenn man nicht allein ist, sondern die Gruppe als Halt, Klarheit und Entlastung hinter sich hat.
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